Archiv der Kategorie 'Münster'

Hamm – keine Homezone für Nazis…

Am Abend des 2. März 2012 haben über 300 Antifaschist_innen in der Hammer Innenstadt gegen Nazis erfolgreich demonstriert. Die Demonstration war zugleich als Vorabenddemonstration gegen einen geplanten Naziaufmarsch in Münster (Westf.) am 3. März gedacht.

In einer ersten Stellungnahme zeigte sich die organisierende Antifaschistische Aktion Hamm über die breite Unterstützung der Demo erfreut: „Von der großen Beteiligung waren wir selbst überrascht. Aber das war heute ein starkes Zeichen gegen Nazis in Hamm, Münster und überall.“

Die Hammer Antifa hatte die Demonstration organisiert, zu der auch der „haekelclub 590 – Antifaschistisches Jugendbündnis Hamm“ aufgerufen hatte.

Die Demonstration verlief ohne Störungen und wurde um kurz nach 21 Uhr beendet.

Das Antifaschistische Netzwerk Kreis Warendorf hatte die Demonstration in Hamm mitunterstützt.

Von Hamm nach Münster!

Darüber hinaus unterstützt das Netzwerk auch die Gegenproteste in Münster-Rumphorst am heutigen Samstag.

Das Netzwerk hat den Aufruf Münsteraner Gruppen „365 / 24 / 7: Nazis stoppen, Abtreibungsgegner*innen abservieren, den kapitalistischen Verhältnissen den Kampf ansagen!“ mitunterzeichnet.

Eine Übersicht über die vielfältigen Protestaktionen gegen den Naziaufmarsch – Kundgebungsorte, Kartenmaterial, Telefonnummer der EA-Rechtshilfe, Anlaufpunkte im Rumphorstviertel, Ruheorte, Tipps etc. bietet die Internetseite des „Keinen Meter!“-Bündnisses Münster.

Telgte: Breites Bündnis gegen Rechts

Telgte macht mobil gegen Nazis und rechtes Gedankengut: Mindestens 25 lokale Organisationen planen für Samstag, den 3. März eine kurze Demonstration und Kundgebung in Telgte. Anlass für den breiten Protest ist der für den gleichen Tag geplante Neonaziaufmarsch in Münster.

3.3._9.30h_Marktplatz: Telgte_ist_bunt

Damit die, die im Anschluss an den Telgter Protest noch nach Münster fahren möchten, dazu Gelegenheit haben, will man sich auf dem Telgter Marktplatz bereits um 9.30 Uhr treffen. Von dort soll es über Münsterstraße, Königstraße und Steinstraße zum Rathaus gehen. Auf dem Rathausvorplatz findet dann die eigentliche Kundgebung statt.

Die Kundgebung selbst will man knapp halten.

Am Baßfeld sollen ein bis zwei Busse bereitstehen, die im Anschluss nach Münster fahren.
Bahnfahrer_innen können den Zug um 10.30 Uhr nehmen.

Für Menschen, die sich an Sitzblockaden gegen den Naziaufmarsch beteiligen wollen, dürfte das allerdings wahrscheinlich schon zu spät sein.

Presse:

Westfälische Nachrichten: „Telgte setzt Zeichen gegen Rechts“ (23.02.12)

Westfälische Nachrichten: „Stolz auf ein buntes Telgte“ (04.03.12)

Münster: Die Scheinheiligen

Sie waren es zu Lebzeiten und gelten es vielen bis heute: Erfolgreiche und geehrte Persönlichkeiten von lokaler, regionaler oder sogar nationaler Bedeutung. Keine fiesen SA-Schlägertypen, keine eiskalten SS-Massenmörder_innen, keine spitzelnden und folternden Gestapo-Beamt_innen. Sondern Kunst- und Kulturschaffende. Honorationen. Bildungsbürgertum und Adelsgeschlecht.

Schriftsteller und Dichterinnen, Redakteure, Intendanten und Herausgeber, Musiker, Komponisten und Dirigenten, Oberstudienräte und Universitätsprofessoren, Volks- und Hochschullehrer, Ärzte, Sportfunktionäre und –wissenschaftler. Ein Generalfeldmarschall und Reichspräsident.

Geehrt auf vielfältige Art und Weise. Unter anderem auch mit der Benennung von Straßen, Wegen und Plätzen nach ihrer Person.

Wind of change

Doch langsam geraten sie ins Wanken, die Säulen und Throne, auf die man sie vor, während und auch nach der NS-Zeit gestellt hat.

In Münster rüttelt es gerade besonders heftig: 10 Männer und eine Frau hat man sich vorgenommen. Darüber hinaus ist einer bereits gestolpert, wenn nicht gar gestürzt: Der „Carl-Diem-Weg“ heißt inzwischen „Sentruper Höhe“ (zu Diem siehe z. B. hier).

Ein „dreckiges Dutzend“ sozusagen.

Dabei ist man einerseits in bemerkenswerter Weise an Aufklärung, Dialog, Transparenz interessiert.

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Münster: Netzwerk-Soliparty am 25. Februar

Wir tanzen uns warm … für einen heißen März!

Netzwerk-Soliparty gegen Nazis und religiösen Fundamentalismus

Kommenden März wollen sowohl Nazis aus der Region als auch christliche „Lebensschützer“ durch die Straßen Münsters marschieren. Die beiden gruseligen Grüppchen werben – jede auf ihre Weise – für einen gesellschaftlichen Kurs Richtung Rechtsaußen.

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Hamm: Keine Homezone für Nazis!

Am Freitag, den 2. März 2012 – dem Vorabend des geplanten Neonaziaufmarsches in Münster am 3. März – findet in Hamm (Westf.) eine Demonstration gegen Nazis statt, um für die Gegenproteste in Münster zu mobilisieren.

Zudem will man darauf aufmerksam machen, dass es Hammer Nazis sind, die alle wesentlichen Neonaziaktivitäten im Münsterland und Ostwestfalen fördern und – zu einem erheblichen Teil federführend – unterstützen.

Nicht zuletzt wendet sich die antifaschistische Demonstration gegen jede Form von Rassismus und sozialer Ausgrenzung.

Das Antifaschistische Netzwerk Kreis Warendorf unterstützt die Demonstration in Hamm.

Keine Homezone für Nazis!

Freitag, 2. März 2012

Beginn: 19.45 h --I-- Hauptbahnhof Hamm

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Everswinkel / Telgte: Der doppelte Wagenfeld

„Was ich da an Eindrücken gewonnen habe, hat mir die unbedingte Notwendigkeit klar gemacht, dass ich, wenn meine Lebensarbeit nicht geschädigt werden soll, unbedingt der N.S.D.A.P. beitreten muss. […] Dass das keinen Gesinnungswandel bedeutet, wissen Sie. Wer in mir einen Konjunkturjäger sehen sollte, dem schlage ich […] in die Fresse.“1

„Heimat“dichter, Mitbegründer des „Westfälischen Heimatbundes“, Brauchtumsforscher: Karl Wagenfeld ist sicherlich nach wie vor eine der bekanntesten westfälischen Dichterpersönlichkeiten. Der in Lüdinghausen geborene, in Drensteinfurt aufgewachsene und in Münster tätige Wagenfeld stand dabei lange Zeit in hohem Ansehen. Davon zeugen auch die über 70 Straßen, Wege und Plätze überall in Westfalen, die nach ihm benannt wurden. In verschiedenen Städten tragen sogar Schulen seinen Namen – unter anderem in Oelde und Münster.

Doch dieses Ansehen bröckelt, seit die engen Verflechtungen Wagenfelds mit dem NS immer mehr an die breite Öffentlichkeit dringen:

Wagenfeld unterstützte öffentlich das nationalsozialistische Regime und förderte aktiv das Bündnis von Heimatbewegung und Nationalsozialismus. Umgekehrt ehrten und finanzierten die Nazis den glühenden Rassisten Wagenfeld und seine Arbeit.

Umbenennen? Hinweisen? Ignorieren? Diskutieren?

Städte wie Neuenkirchen und Metelen, Hamm oder Ostbevern (wir berichteten) haben ihre Wagenfeld-Straßen schon umbenannt. In Drensteinfurt oder Horstmar beispielsweise weist inzwischen ein zusätzliches Schild auf die Schattenseiten des Dichters hin. Sowohl in Wagenfelds Geburtsstadt Lüdinghausen als auch in Wettringen will man diesem Beispiel folgen. In Sendenhorst wird noch diskutiert (wir berichteten) – ebenso in Münster.

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Münster: Planen Nazis neues Desaster?

Gerade erst hatte sie sich in Bielefeld unsterblich blamiert (wir berichteten) – nun plant die regionale Naziszene einen Aufmarsch in Münster.

Am Samstag, den 3. März will man – „für Führer, Volk und Vaterland“ – durch die Straßen der westfälischen Universitätsstadt ziehen. Auch Neonazis aus dem Kreis Warendorf wollen sich nach eigenen Angaben an diesem braunen Spektakel beteiligen.

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Telgte: Was jede_r gegen Nazis tun kann

Eisenwolle. Wasser.

In schwierigen Fällen Lackstifte. Vielleicht noch eine Sprühflasche. Oder einen Spatel.

Plus ein wenig Zeit und Engagement.

Mehr braucht es in der Regel nicht, um der zunehmenden Nazipropaganda im Kreis effektiv zu Leibe zu rücken. Das hat eine kleine Gruppe von vier engagierten Bürger_innen aktuell in Telgte gezeigt – wie die Ahlener Zeitung berichtete.

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Regionale Nazis: Verhagelter Jahresabschluss (aktualisiert)

Das hatten sie sich sicherlich so nicht erträumt, die bekennenden Nazis im Münsterland und in Ostwestfalen.

In Bielefeld blamierte sich am 24. Dezember ein Häufchen von 68 Neonazis mit einem Ein-Kilometer-Märschchen gegen das dort angesiedelte alternative Jugendzentrum AJZ. Beteiligt waren auch Neonazis aus dem Kreis Warendorf. Ihnen entgegen standen mindestens 6.500 Gegendemonstrant_innen, die die menschenverachtenden Parolen der Nazis nicht unwidersprochen lassen wollten.

Darüber hinaus hagelte es in Telgte noch eine Strafanzeige gegen neonazistische Plakatierer_innen …

No nazis!

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Antifaschistisches Netzwerk präsentiert Doppel-CD gegen Nazis und Rassismus


Buuh! Nazis erschrecken!!!

Nazis erschrecken. Nazis verbreiten Gewalt, Mord und Totschlag. Ihre menschenverachtende Ideologie fußt von A bis Z auf Diskriminierung und Ausgrenzung – bis hin zum Wunsch nach Vernichtung aller, die nicht in ihr Weltbild passen. Menschenrechte, Individualismus, Liberalismus, Sozialismus und Demokratie sind daher Nazis größte Feinde.

Insane in the brain!

Auch im Kreis Warendorf kommt es zu rechten Gewalttaten und Propagandaaktionen. Das wir so was nicht kommentarlos zulassen ist doch Ehrensache.

Krachender SkaMetalPunk gegen Rechts – Jetzt gibt’s was auf die Ohren!

Und dieses mal hatten wir ganz viel Hilfe: Sage und schreibe 39 Bands haben für diesen Doppelsampler Songs gegen Nazis und für eine bessere Welt kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch unser Mensch fürs Layout hat (wieder mal) ganz ganz Großartiges geleistet. Dafür allen Beteiligten ein allerherzlichstes und riesiges

Dankeschöööööööööööööööööööööön!!

Weil Menschen wichtig sind und nicht Nationen geht es musikalisch auf der Compilation sehr international zu: Die Tracks stammen aus Estland, Italien, Frankreich, USA, Portugal, Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Österreich, Griechenland und Spanien!

Guter Stoff!!

Im CD-Booklet findet sich ein Reader zum Thema: Wir beleuchten die Naziaktivitäten und -strukturen im Kreis und zeigen exemplarisch auf, wo man sich lokal wie überregional kritisch informieren, organisieren und beraten lassen kann.

Den Reader gibt’s übrigens auch online, z. B. hier auf unserer Homepage.

Von Nazis nicht erschrecken lassen!

Ihr wollt das Teil haben?

Dann los und hier bestellen!

ALERTA ALERTA ANTIFASCISTA!!!