Das Oelder Gymnasium ist schon „Schule ohne Rassismus“. Nun will der ganze Ort folgen.
„Präventiv“ will man handeln und „ein Zeichen für Toleranz und gegen Rechtsextremismus und Gewalt“ setzen – so der Sprecher der „jungen Freien Wähler“ (jFWG) bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung zu diesem Thema in der „Alten Post“ Oelde – und das überparteilich und mit Unterstützung des Bürgermeisters.
Präventiv, also vorbeugend – denn in Oelde sind derzeit keine neonazistischen Straftaten oder organisierte Naziaktivitäten zu verzeichnen.
Rechte Gewalt …
Das war vor 2-3 Jahren noch anders. Damals gab es ein bis zwei neonazistische Versuchsprojekte mit dem Ziel, sich in Oelde dauerhaft zu organisieren. Damals gab es zeitweilig auch diverse Angriffe von rechtsorientierten Jugendlichen auf Besucher_innen der „Alten Post“.
… und ziviler Widerstand
Nach entschiedenem Gegenprotest mehrerer hundert Oelder Bürger_innen gegen eine angekündigte Neonazi-Kleinkundgebung – die die Nazis kurzfristig wieder abbliesen – war dann Ruhe im Karton. Nichts mehr zu sehen. Nichts mehr zu hören. Bis heute.
Die Neonaziszene im Kreis Warendorf ist jedoch nach wie vor aktiv und bemüht sich nach wie vor, in verschiedenen Orten Fuß zu fassen. Da ist der Gedanke völlig richtig, den menschenverachtenden Parolen vorbeugend entgegenzuarbeiten.
Und Rassismus ist ja zudem sowieso ein Phänomen, das nicht allein auf den rechten Narrensaum beschränkt ist …
Wir drücken deshalb dem neu ins Leben gerufenen Projekt für ein „Oelde ohne Rassismus – Oelde mit Courage“ beide Daumen – wünschen alles Gute und viel Erfolg!!
