Archiv der Kategorie 'Telgte'

Telgte: Nazis und Antisemitismus – gestern und heute

Am Mittwoch, den 21. März 2012 findet im Telgter VHS-Haus (Adolph-Kolping-Platz / Baßfeld) eine Doppel-Vortragsveranstaltung zu den Themen „Geschichte der Jüdinnen und Juden in Telgte vor und nach 1945 / Rechtsextremismus und Antisemitismus – (k)ein Thema im Münsterland“ statt. Die Veranstaltung beginnt um 20 h.

Karten zum Preis von 5 € (ermäßigt 4 €) gibt es an der Abendkasse.

Aus dem Ankündigungstext der veranstaltenden Volkshochschule Warendorf:

„Die Geschichte des Nationalsozialismus endete nicht 1945 mit der Befreiung von der Hitler-Diktatur und dem „Volksgemeinschafts“-Wahn. Bis in die Gegenwart setzen sich die Auseinandersetzungen um Rechtsradikalismus und Antisemitismus fort. Die Aufarbeitung der Verfolgung und Vertreibung, Verschleppung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, die bis in jede kleine Stadt des Münsterlandes reichte, ist längst nicht abgeschlossen; sie bildet ein zentrales Element unserer Erinnerungskultur.“

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Telgter Verein „Erinnerung und Mahnung“ statt.

Presse:

Westfälische Nachrichten: „Rechtsextremismus gestern und heute“ (13.03.12)

Freckenhorst / Telgte / Ahlen: Stolpersteinverlegungen (ergänzt)

Im März stehen sowohl in Warendorf und in Telgte als auch in Ahlen die Verlegung bzw. Enthüllung von neuen „Stolpersteinen“ an. „Stolpersteine“ sind kleine Gedenksteine, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Sie werden vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der betroffenen Menschen zu ihrem Andenken in den Bürgersteig eingelassen.

Für Donnerstag, den 1. März 2012 ist in Warendorf-Freckenhorst die Verlegung von 4 neuen „Stolpersteinen“ geplant.

Der Arbeitskreis „Stolpersteine in Freckenhorst“ hat hierzu umfangreich recherchiert und Zeitzeug_inneninterviews geführt. Die Ergebnisse dieser Arbeit fließen in ein Gedenkblatt ein, das vom Arbeitskreis für die kommende „Stolperstein“verlegung vorbereitet wird.


„Stolperstein“verlegung für Hedwig und Ida Rosenberg

14.00 Uhr --I-- Stiftsmarkt 13

Deportation von Münster nach Riga am 13. Dezember 1941, verschollen


„Stolperstein“verlegung für Alma und Siegfried Leffmann

14.30 Uhr --I-- Kreuzung Warendorfer Straße / Dechaneistraße

Deportation von Münster nach Riga am 13. Dezember 1941, verschollen

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Am Freitag, den 9. März 2012 laden das St. Rochus-Hospital Telgte und der Telgter Verein „Erinnerung und Mahnung“ zur Enthüllung eines Stolpersteins für Frau Julie Löwenstein.

Julie Löwenstein war während des Nationalsozialismus für einige Jahre Patientin im St. Rochus-Hospital und wurde schließlich im Zuge der „Aktion T4“ (sog. „Euthanasie“) in der Tötungsanstalt Brandenburg umgebracht. Als offizieller Tötungstag wurde der 9. Februar 1941 angegeben. „Mit diesem Gedenkstein soll Julie Löwenstein ein würdiges Andenken als Erinnerung und Mahnung bewahrt werden“ schreibt „Erinnerung und Mahnung“ auf seiner Homepage.

Die Veranstaltung beginnt um 16.00 Uhr im Haus „Maria Hilf“ (neues Eingangsgebäude des Schwesternheimes im Bereich der Krankenhauskirche).

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Am Mittwoch, den 14. März sollen zudem in Ahlen zwei weitere „Stolpersteine“ verlegt werden.

„Stolperstein“verlegung für Adele Simon


10.00 Uhr --I-- Südstraße 1


ermordet am 30. September 1942 in Auschwitz


„Stolperstein“verlegung für Anna Rosenberg

10.30 Uhr --I-- Oststraße 52

ermordet am 9. Januar 1944 in Theresienstadt

Presse:

Die Glocke: „Vier weitere Stolpersteine kommen“ (02.02.12)

Ahlener Zeitung: „In Riga verliert sich die Spur“ (03.02.12)

Ahlener Zeitung: „Erinnerungsarbeit gibt den Opfern die Würde zurück“ (24.02.12)

Westfälische Nachrichten: „Julie Löwenstein ist zurück“ (10.03.12)

Blogarchiv:

Artikel zur Gründung des Arbeitskreises „Stolpersteine in Freckenhorst“

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Telgte: Breites Bündnis gegen Rechts

Telgte macht mobil gegen Nazis und rechtes Gedankengut: Mindestens 25 lokale Organisationen planen für Samstag, den 3. März eine kurze Demonstration und Kundgebung in Telgte. Anlass für den breiten Protest ist der für den gleichen Tag geplante Neonaziaufmarsch in Münster.

3.3._9.30h_Marktplatz: Telgte_ist_bunt

Damit die, die im Anschluss an den Telgter Protest noch nach Münster fahren möchten, dazu Gelegenheit haben, will man sich auf dem Telgter Marktplatz bereits um 9.30 Uhr treffen. Von dort soll es über Münsterstraße, Königstraße und Steinstraße zum Rathaus gehen. Auf dem Rathausvorplatz findet dann die eigentliche Kundgebung statt.

Die Kundgebung selbst will man knapp halten.

Am Baßfeld sollen ein bis zwei Busse bereitstehen, die im Anschluss nach Münster fahren.
Bahnfahrer_innen können den Zug um 10.30 Uhr nehmen.

Für Menschen, die sich an Sitzblockaden gegen den Naziaufmarsch beteiligen wollen, dürfte das allerdings wahrscheinlich schon zu spät sein.

Presse:

Westfälische Nachrichten: „Telgte setzt Zeichen gegen Rechts“ (23.02.12)

Westfälische Nachrichten: „Stolz auf ein buntes Telgte“ (04.03.12)

Everswinkel / Telgte: Der doppelte Wagenfeld

„Was ich da an Eindrücken gewonnen habe, hat mir die unbedingte Notwendigkeit klar gemacht, dass ich, wenn meine Lebensarbeit nicht geschädigt werden soll, unbedingt der N.S.D.A.P. beitreten muss. […] Dass das keinen Gesinnungswandel bedeutet, wissen Sie. Wer in mir einen Konjunkturjäger sehen sollte, dem schlage ich […] in die Fresse.“1

„Heimat“dichter, Mitbegründer des „Westfälischen Heimatbundes“, Brauchtumsforscher: Karl Wagenfeld ist sicherlich nach wie vor eine der bekanntesten westfälischen Dichterpersönlichkeiten. Der in Lüdinghausen geborene, in Drensteinfurt aufgewachsene und in Münster tätige Wagenfeld stand dabei lange Zeit in hohem Ansehen. Davon zeugen auch die über 70 Straßen, Wege und Plätze überall in Westfalen, die nach ihm benannt wurden. In verschiedenen Städten tragen sogar Schulen seinen Namen – unter anderem in Oelde und Münster.

Doch dieses Ansehen bröckelt, seit die engen Verflechtungen Wagenfelds mit dem NS immer mehr an die breite Öffentlichkeit dringen:

Wagenfeld unterstützte öffentlich das nationalsozialistische Regime und förderte aktiv das Bündnis von Heimatbewegung und Nationalsozialismus. Umgekehrt ehrten und finanzierten die Nazis den glühenden Rassisten Wagenfeld und seine Arbeit.

Umbenennen? Hinweisen? Ignorieren? Diskutieren?

Städte wie Neuenkirchen und Metelen, Hamm oder Ostbevern (wir berichteten) haben ihre Wagenfeld-Straßen schon umbenannt. In Drensteinfurt oder Horstmar beispielsweise weist inzwischen ein zusätzliches Schild auf die Schattenseiten des Dichters hin. Sowohl in Wagenfelds Geburtsstadt Lüdinghausen als auch in Wettringen will man diesem Beispiel folgen. In Sendenhorst wird noch diskutiert (wir berichteten) – ebenso in Münster.

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Telgte: Was jede_r gegen Nazis tun kann

Eisenwolle. Wasser.

In schwierigen Fällen Lackstifte. Vielleicht noch eine Sprühflasche. Oder einen Spatel.

Plus ein wenig Zeit und Engagement.

Mehr braucht es in der Regel nicht, um der zunehmenden Nazipropaganda im Kreis effektiv zu Leibe zu rücken. Das hat eine kleine Gruppe von vier engagierten Bürger_innen aktuell in Telgte gezeigt – wie die Ahlener Zeitung berichtete.

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Regionale Nazis: Verhagelter Jahresabschluss (aktualisiert)

Das hatten sie sich sicherlich so nicht erträumt, die bekennenden Nazis im Münsterland und in Ostwestfalen.

In Bielefeld blamierte sich am 24. Dezember ein Häufchen von 68 Neonazis mit einem Ein-Kilometer-Märschchen gegen das dort angesiedelte alternative Jugendzentrum AJZ. Beteiligt waren auch Neonazis aus dem Kreis Warendorf. Ihnen entgegen standen mindestens 6.500 Gegendemonstrant_innen, die die menschenverachtenden Parolen der Nazis nicht unwidersprochen lassen wollten.

Darüber hinaus hagelte es in Telgte noch eine Strafanzeige gegen neonazistische Plakatierer_innen …

No nazis!

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Antifaschistisches Netzwerk präsentiert Doppel-CD gegen Nazis und Rassismus


Buuh! Nazis erschrecken!!!

Nazis erschrecken. Nazis verbreiten Gewalt, Mord und Totschlag. Ihre menschenverachtende Ideologie fußt von A bis Z auf Diskriminierung und Ausgrenzung – bis hin zum Wunsch nach Vernichtung aller, die nicht in ihr Weltbild passen. Menschenrechte, Individualismus, Liberalismus, Sozialismus und Demokratie sind daher Nazis größte Feinde.

Insane in the brain!

Auch im Kreis Warendorf kommt es zu rechten Gewalttaten und Propagandaaktionen. Das wir so was nicht kommentarlos zulassen ist doch Ehrensache.

Krachender SkaMetalPunk gegen Rechts – Jetzt gibt’s was auf die Ohren!

Und dieses mal hatten wir ganz viel Hilfe: Sage und schreibe 39 Bands haben für diesen Doppelsampler Songs gegen Nazis und für eine bessere Welt kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch unser Mensch fürs Layout hat (wieder mal) ganz ganz Großartiges geleistet. Dafür allen Beteiligten ein allerherzlichstes und riesiges

Dankeschöööööööööööööööööööööön!!

Weil Menschen wichtig sind und nicht Nationen geht es musikalisch auf der Compilation sehr international zu: Die Tracks stammen aus Estland, Italien, Frankreich, USA, Portugal, Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Österreich, Griechenland und Spanien!

Guter Stoff!!

Im CD-Booklet findet sich ein Reader zum Thema: Wir beleuchten die Naziaktivitäten und -strukturen im Kreis und zeigen exemplarisch auf, wo man sich lokal wie überregional kritisch informieren, organisieren und beraten lassen kann.

Den Reader gibt’s übrigens auch online, z. B. hier auf unserer Homepage.

Von Nazis nicht erschrecken lassen!

Ihr wollt das Teil haben?

Dann los und hier bestellen!

ALERTA ALERTA ANTIFASCISTA!!!

Reichspogromnacht: Gedenkveranstaltungen im Kreis Warendorf

Am Mittwoch, den 9. November 2011 jährt sich zum 73. Mal die Reichspogromnacht.

Auch im Kreis Warendorf wird es rund um diesen Anlaß einige Gedenkveranstaltungen geben:

Telgte – „Lange Filmnacht“: 2 Dokumentarfilme in der Aula des Schulzentrums (Freitag, 4. November)

Ahlen – Gedenkkundgebung am Jüdischen Mahnmal / Klosterstr.
(Mittwoch, 9. November)

Oelde – Gedenkstunde am Gedenkstein / Rathaus-Innenhof
(Mittwoch, 9. November)

Oelde – „Sie waren unsere Nachbarn …“
Veranstaltungsreihe und Ausstellung zu unterschiedlichen Facetten jüdischen Lebens

(26. Oktober – 22. November)

Was war die Reichspogromnacht?

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten Synagogen im gesamten Deutschen Reich. SA und SS zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte und zerstörten das Inventar, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger und misshandelten ihre Bewohner.

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